Dickinson Salt

Aus Mangel an Vorbildmaterial in Pennsylvania wählte ich eine Salzfabrik in West Virginia. Bei der West Virginia University gibt es zahlreiche alte Fotos von Dickinson Salt Works, die bis heute in siebter Generation Salz produzieren. Das besondere: Das Salz wird nicht als festes Kristall bergmännisch abgebaut, sondern als Salzlauge aus der Tiefe gepumpt und dann in einer Reduktionsanlage, in der das Wasser verdampft wird, zu Kristallen verarbeitet. Die Halle mit diesen Reduktionsbecken bildet den Mittelpunkt des Gebäudeensembles. Wie beim Vorbild ist die Halle weitgehend offen, die Anlage im Inneren also sichtbar. Daher wurden hier viele Polystyrolstreifen verarbeitet.

Die Stützen und Dachbinder des Hallendachs entstanden im Laserschnitt jeweils in einem Stück aus einer Polystyrolplatte.

Die Kohle für die Heizenergie wird von Hoppern in eine Grube abgekippt und von dort mit einem Elevator in einen Trichterbehälter transportiert. Ohne die Vorbildfotos wäre ich nie auf so eine Konstruktion gekommen.

Rechts im Bild hängt die Förderanlage im Gerüst, die den Kessel kontinuierlich füttert. Neben dem großen, ummauerten Kessel steht ein älterer, kleinerer: Der Kessel einer Dampflokomotive, in meinem Fall einer bayerischen.

Nach dem Schließen dieses Gebäudeteils ist der Kessel nur noch von der Schmalseite sichtbar. Das Kesselhaus hat ein Wellblech-dach aus gewellten Alustreifen, die restlichen, großen Dachflächen sind mit grau gesprenkelt bedruckten Papierstreifen beklebt, bei denen leider die Beklebung mit doppelseitig klebender Folie nicht so fest ist wie gewünscht.